Aufgrund gestiegener Heizkosten in den letzten Jahren wird oftmals versucht Kosten zu sparen, indem man die Raumtemperatur stark abgesenkt, wodurch die rel. Luftfeuchtigkeit steigt.
Dies erhöht die Gefahr von Schimmelbildung in den Räumen, insbesondere an energetischen Schwachpunkten wie z.B. entlang der Fenster oder den Ecken der Außenwänden.

Alleine durch den Aufenthalt von Personen in der Wohnung, oftmals verbunden mit dem Trocknen von Wäsche in der Wohnung, Kochen oder Duschen steigt die Luftfeuchtigkeit stark an.
Befindet man sich selbst dabei über längere Zeit in der Wohnung, bemerkt man diesen Anstieg der Luftfeuchtigkeit nur bedingt. Erst bei einem Gang vor die Haustüre wird dann der starke Unterschied zur Außenumgebung bemerkt.

Um die Gefahr von Schimmel in der Wohnung zu vermeiden ist es daher sinnvoll das Raumklima zu kontrollieren, da das subjektive Empfinden einen Menschen oftmals täuscht.

Besonders zu empfehlen ist z.B. ein Hygrometer mit Warnfunktion, das auf eine ungünstige Wärme-/Feuchtigkeitskonstellation in der Wohnung hinweist.

Sobald die Raumluftfeuchtigkeit im Verhältnis zur Raumtemperatur zu hoch ist, wird ein visuelles Signal (Lampe leuchtet auf) gegeben, welches den Bewohner signalisiert, dass ein kritischer Punkt überschritten wurde und gelüftet werden muss. So kann der Bewohner sicher sein, dass die Luftfeuchtigkeit im relativen Verhältnis zur Temperatur wiederhergestellt wird.

Es gibt auch Geräte die die Wärme-/Feuchtigkeitsdaten über längere Zeit aufzeichnen (sog. Datenlogger), so dass man ein Gefühl entwickelt zu welchen Zeiten, oder nach welchen Handlungen (Duschen, Wäschewaschen usw.) eine gründliche Querlüftung der Wohnung notwendig ist (das permanente Kippen von Fenstern begünstigt eher die Schimmelbildung, da der Luftaustausch gering ist und die Gebäudeteile um das Fenster – insbesondere im Winter – stark auskühlen).

Als Berufstätiger ist es Ihnen oft nicht möglich, dass in der Literatur empfohlene 3-malige Stoßlüften während des Tages durchzuführen ?
Das ist verständlich. Hierfür bietet es sich an einen Luftentfeuchter zu verwenden, der die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Abwesenheit senkt. Dieser entzieht der Raumluft einen Anteil der Feuchtigkeit und sammelt das angefallenen Wasser in einem Behälter, den Sie nach Ihrer Ankunft zu Hause ausleeren können. Falls der Wasserbehälter bereits während Ihrer Abwesenheit voll sein sollte, schaltet sich das Gerät automatisch ab.